Philosophieren in Alten- und Service-Zentren

In Sokrates. Apologie der Pluralität schreibt Hannah Arendt: "Für Sokrates war die Maieutik eine politische Aktivität, ein Austausch (prinzipiell auf der Grundlage strikter Egalität), dessen Früchte nicht danach beurteilt werden konnten, dass man bei dem Ergebnis dieser oder jener Wahrheit ankommen musste. (...) Etwas durchgesprochen zu haben, über etwas geredet zu haben, über die doxa eines Bürgers - das schien Ergebnis genug." 

Thema: Woher wissen wir etwas?
Dienstag, 5.2.2019, 9.30-11.00 h

Thema: Was ist Weisheit?
Dienstag, 12.3.2019, 9.30-11.00 h

Thema: Was ist Sprache?
Dienstag, 9.4.2019, 9.30-11.00 h

Leitung: Dr. Judith Tech
ASZ Solln-Forstenried (Caritas)
Herterichstr. 58
81479 München
Kosten: 6,00 Euro (inkl. Kaffee)
Anmeldung unter: 089 / 75075470

Thema: Leiden am Leben?
Montag, 11.2.2019, 10.30-12.00 h

Thema: Die Liebe (als Eros, Agave, Philia)
Montag, 11.3.2019, 10.30-12.00 h

Thema: Moral und Zuwanderung
Montag, 8.4.2019, 10.30-12.00 h

Leitung: Dr. Bernd Groth 
ASZ Obermenzing (Caritas)
Packenreiterstr. 48
81247 München
Kosten: 6,50 Euro (inkl. Kaffee
Anmeldung unter: 089 / 89168170

Vorträge

Bildungswerk e.V. des Katholischen Deutschen Frauenbundes

Was heißt es, sich selbst zu bestimmen? 
Ist Selbstbestimmung eine fortwährende Aufgabe, ein einklagbares Recht oder eine unerfüllbare Zumutung? Ist Selbstbestimmung von all dem etwas oder womöglich nichts davon? Ist Selbstbestimmung an Voraussetzungen gebunden und falls ja, an welche? Diesen Fragen werden wir unter Einbezug der traditionellen und aktuellen Bedeutung des Begriffs Selbstbestimmung nachgehen. 

Donnerstag, 2. Mai 2019, 18.00-20.00 h
Frauen-Insel des KDFB
Sendlinger Straße 30
München
Kosten: 3,00 Euro / 5,00 Euro für Nichtmitglieder
Anmeldung: bis 25. April 2019 unter 089/59918-780

Volkshochschule SüdOst

Organspende 
Laut Umfragen scheint die Organspendebereitschaft in der deutschen Bevölkerung recht hoch, dennoch haben die wenigsten ihre Spendebereitschaft dokumentiert. Im Rahmen des Vortrags werden medizinische und rechtliche Voraussetzungen der sogenannten postmortalen Organspende erörtert. Im Anschluss daran thematisiert die Referentin das Für und Wider einer Organspende. 

Mittwoch, 10. April 2019, 19.30-21.00 h
Wolf-Ferrari-Haus, Raum UG 140
Rathausplatz 2
85521 Ottobrunn
Kosten: 9,00 Euro
Anmeldung: www.vhs-suedost.de

 

 

Philosophie-Literaturkreis im ASZ Solln-Forstenried

Im Rahmen des Philosophie-Literaturkreises werden wir uns an vier aufeinanderfolgenden Terminen mit Platon`s Dialog Gorgias intensiv beschäftigen. Nach einer Einführung in Platon`s Leben und Wirken werden wir den Text gemeinsam lesen und bedenken. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Text wird zur Verfügung gestellt. 

Termine: 29.1. / 12.2. / 19.3. / 16.4.2019
Zeit: 9.30-11.00 h

Leitung: Dr. Judith Tech
ASZ Solln-Forstenried
Herterichstr. 58
81479 München 
Kosten: 6,00 Euro

Anmeldung unter: 089 / 75075470

 

 

Philosophieren im Hospiz

Nehmen wir an, Philosophieren sei miteinander ins Gespräch kommen über Fragen, die unsere Existenz betreffen. Fragen nach dem Glück oder nach dem Ziel und Sinn des Lebens, des Leidens, des Todes. Was, wenn es aus der Perspektive der persönlichen Betroffenheit keine "objektiven" Antworten auf existenzielle Fragen geben kann? Würde ein Miteinander-ins-Gespräch-Kommen bedeutungslos? Womöglich nicht, wenn wir wie Hannah Arendt (in: Sokrates. Apologie der Pluralität) behaupten: "Und so wie niemand vorab die doxa des anderen kennen kann, kann auch niemand aus sich selbst und ohne weitere Anstrengung die Wahrheit wissen, die seine eigene Meinung birgt."

"Erlöse uns von dem Bösen!"
Für viele ist die letzte Bitte des Vaterunsers ("Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen") weitgehend unverständlich. Aber wir machen die Erfahrung, dass das Leben eine Aneinanderreihung von Prüfungen (Herausforderungen, "Versuchungen") darstellt, deren Bestehen davon abhängt, wie wir uns auch mit der dunklen Seite unseres Wesens (der/das Böse) auseinandersetzen. Diese Seite des menschlichen Wesens hat seinen Grund in einer existenziellen Angst des Menschen um sich und die eigene Identität, d.h. vor dem Tod. Und diese ist ihrerseits die Wurzel aller Unmenschlichkeit. Im Zentrum der Bitte steht die Befreiung von der alle Unmenschlichkeit hervorrufenden Angst des Menschen. 

Freitag, 15. März 2019, 16.00-18.00 h

Selbstbestimmung und Fremdbestimmung
Wir wollen doch "selbstbestimmt" leben! Das ist allgemeine Überzeugung. Wer und was ist das "Selbst", das bestimmen will? Gibt es eine "Ethik" der Selbstbestimmung bzw. ist eine solche überhaupt notwendig?

Und was ist, wenn wir in eine Situation kommen, in der Selbstbestimmung nicht mehr möglich ist? Krankheits- oder altersbedingte Einschränkungen gehen häufig mit der Sorge einher in besonderem Maße auf andere angewiesen zu sein. Schränkt das unsere Freiheit ein? Setzt das unserer Selbstbestimmung Grenzen? Aber kann Selbstbestimmung ohne den Einbezug Anderer überhaupt gedacht werden?

Freitag, 5. Juli 2019, 16.00-18.00 h

Leiden am Leben?
Kann man denn am Leben leiden? Sicherlich können wir an unseren körperlichen Gebrechen, Erkrankungen und Einschränkungen, denen wir im Laufe unseres Lebens ausgesetzt werden, leiden. Darüberhinaus leiden wir Menschen aber am Unversöhnlichen, wenn wir Probleme verschleppen und deren Lösung vermeiden. Oder wir leiden am Ungelebten, also an all den verpassten Möglichkeiten unseres Lebens. Sicherlich leiden wir auch an Leere, hinter der ein Mangel an Sinngebung und Orientierung stehen kann. Wie gehen wir mit diesen belastenden Seiten unseres Lebens um? Können wir uns geistig darauf einstellen, wie die antike Philosophie es annahm?

Freitag, 22. November 2019, 16.00-18.00 h

Leitung: Dr. Bernd Groth und Dr. Judith Tech
Christophorus Hospiz
Institut für Bildung und Begegnung
Effnerstraße 93
81925 München

Kosten: Einzelne Veranstaltung 8,00 Euro (Mitglieder: 5,00 Euro); alle drei Veranstaltungen 20,00 Euro (Mitglieder: 12,00 Euro). Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter*innen des CHV frei.