Philosophisches Café im ASZ Solln-Fürstenried

In Sokrates. Apologie der Pluralität schreibt Hannah Arendt: "Für Sokrates war die Maieutik eine politische Aktivität, ein Austausch (prinzipiell auf der Grundlage strikter Egalität), dessen Früchte nicht danach beurteilt werden konnten, dass man bei dem Ergebnis dieser oder jener Wahrheit ankommen musste. (...) Etwas durchgesprochen zu haben, über etwas geredet zu haben, über die doxa eines Bürgers - das schien Ergebnis genug." 

Thema: Ist der Mensch ein Mängelwesen?
Dienstag, 01.08.2017, 9.30-11.00

Thema: Sich um sich selbst sorgen
Dienstag, 26.09.2017, 9.30-11.00 

Thema: Sich selbst verstehen
Dienstag, 17.10.2017, 9.30-11.00

Thema: Sich zu sich selbst verhalten
Dienstag, 21.11.2017, 9.30-11.00 

Thema: Sich selbst bestimmen
Dienstag, 19.12.2017, 9.30-11.00

Leitung: Dr. Judith Tech
ASZ Solln-Forstenried
Herterichstr. 58
81479 München 
Kosten: 5,50 Euro

Anmeldung unter: 089 / 75075470

Philosophisches Café im ASZ Obermenzing

Thema: Kann man die Existenz Gottes wissenschaftlich beweisen?

Es geht um die Frage nach dem Verhältnis von Philosophie (Denken) und Religion. Gibt es wirklich "Gottesbeweise"? Der Konflikt zwischen Kreationismus und Wissenschaft. Was macht eigentlich den Fundamentalismus aus? 

Montag, 07.08.2017, 10.30-12.00

Thema: "Christliches Abendland"?
Manche (und nicht nur deutsche) Politiker führen den Ausdruck gerne im Mund. Otfried Höffe, Leiter der Forschungsstelle Politische Philosophie an der Universität Tübingen hält den Ausdruck für ein Missverständnis. Augustinus (5. Jhd.) hätte ihn nie akzeptiert, er war für ihn ein "hölzernes Eisen". 

Montag, 11.09.2017, 10.30-12.00

Thema: Die Goldene Regel als Grundprinzip moralischen Handelns?
Was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen. Es gibt viele ähnliche Formulierungen - bis hin zu Kants "Kategorischem Imperativ".

Montag, 23.10.2017, 10.30-12.00

Thema: Ist freier Handel auch fairer Handel?
Zur Ethik des globalen Handelns. Nicht der freie Handel ist wohl das Problem, sondern unzumutbare Arbeitsbedingungen; für anständige Arbeit sollte man auch anständig bezahlt werden. Ungleichheit als Motor einer global vernetzten Wirtschaft?

Montag, 13.11.2017, 10.30-12.00

Thema: Ist Religion von Natur aus gewalttätig?
Von Kreuzzügen, religiösen Terroristen usw. Die Mosaischen Unterscheidung ist für Jan Assuan, den bekannten Ägyptologen, der Preis des Monotheismus. Frage ist das Verhältnis von Religion und Gewalt. 

Montag, 04.12.2017, 10.30-12.00

Leitung: Dr. Bernd Groth
ASZ Obermenzing
Packenreiterstr. 48
81247 München
Kosten: 6,50 Euro

Anmeldung unter:  089 / 89168170

Sokrates-Forum

Thema: Braucht der Mensch zum Menschsein Tugend?
Von der (biologischen) Hominisation zur (ethischen) Humanisation. Tugend als das Vermögen, seine Menschlichkeit unter Beweis zu stellen (vgl. André Comte-Sponville). Was ist das Gute für den Menschen?

Thema: Schicksal, Zufall, Glück 
Wie umgehen mit dem "Unverfügbaren" in der technikbeherrschten modernen Kultur? Verfügen ist das geheime Stichwort der Leonardo-Welt. Ermöglicht Gelassenheit (Bezeichnung für eine Einstellung zum Leben im Ganzen) einen rationalen Umgang mit dem Unverfügbaren?

Thema: Leben ohne Warum?
Gibt es ein letztes Warum für unser Leben? Was heißt "Sinn des Lebens"? Ist man krank, wenn man die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt (wie Freud meinte), oder wird man krank, wenn man sie nicht stellt (wie Frankl meinte)? Bedarf es zu einem gelungenen/gelingenden Leben einer Aufgabe?

Thema: Zwischen Gelassenheit und "Freitod"
Was ist bei einem Verlust aller unabdingbaren Lebensbedingungen? Gibt es ein Recht auf den "Freitod", wenn das bloße Am-Leben-Sein nicht mehr ausreicht? Wann ist das eigentlich der Fall?

Leitung: Dr. Bernd Groth und Dr. Judith Tech
Die Themen können einzeln (3-stündig) oder in 2er-Kombination (6-stündig) gewählt werden. 

ASZ Solln-Forstenried
Herterichstr. 58
81479 München
Kosten: 25,00 Euro (3-std.), 50,00 Euro (6-std.) 
Anmeldung: unter Kontakt

Philosophieren im Hospiz

Nehmen wir an, Philosophieren sei miteinander ins Gespräch kommen über Fragen, die unsere Existenz betreffen. Fragen nach dem Glück oder nach dem Ziel und Sinn des Lebens, des Leidens, des Todes. Was, wenn es aus der Perspektive der persönlichen Betroffenheit keine "objektiven" Antworten auf existenzielle Fragen geben kann? Würde ein Miteinander-ins-Gespräch-Kommen bedeutungslos? Womöglich nicht, wenn wir wie Hannah Arendt (in: Sokrates. Apologie der Pluralität) behaupten: "Und so wie niemand vorab die doxa des anderen kennen kann, kann auch niemand aus sich selbst und ohne weitere Anstrengung die Wahrheit wissen, die seine eigene Meinung birgt."

Thema: Meditatio mortis - (Re-)formatio vitae 
Nachdenken über den Tod - Gestaltung bzw. Neugestaltung des Lebens
Freitag, 1. Dezember 2017, 16.00-18.00 h

Welche Auswirkungen hat das Bedenken unserer Sterblichkeit auf unsere konkrete Lebensgestaltung? Es geht darum, das Wissen um unsere Vergänglichkeit nicht zu verdrängen, sondern sich damit auseinanderzusetzen. Nach Sokrates hätte das eine kolossale Wirkung auf unser Leben. Wir müssten uns kritisch mit den Werten beschäftigen, die wir verfolgen. Worauf käme es dabei an? 

Leitung: Dr. Bernd Groth und Dr. Judith Tech
Christophorus Hospiz
Institut für Bildung und Begegnung
Effnerstraße 93
81925 München

Kosten: Einzelne Veranstaltung 8,00 Euro (Mitglieder: 5,00 Euro); alle drei Veranstaltungen 20,00 Euro (Mitglieder: 12,00 Euro). Ehren- und Hauptamtliche des CHV frei.