Philosophisches Café im ASZ Solln-Fürstenried

In Sokrates. Apologie der Pluralität schreibt Hannah Arendt: "Für Sokrates war die Maieutik eine politische Aktivität, ein Austausch (prinzipiell auf der Grundlage strikter Egalität), dessen Früchte nicht danach beurteilt werden konnten, dass man bei dem Ergebnis dieser oder jener Wahrheit ankommen musste. (...) Etwas durchgesprochen zu haben, über etwas geredet zu haben, über die doxa eines Bürgers - das schien Ergebnis genug." 

Thema: L. Pfeil: "Denkweisen - Schwarzseher"
Dienstag, 17.04.2018, 9.30-11.00 h

Thema: A. Pieper: "Gut und Böse"
Dienstag, 15.05.2018, 9.30-11.00 h

Thema: I. Kant: "Über das radikale Böse in der menschlichen Natur"
Dienstag, 19.06.2018, 9.30-11.00h

Thema: H. Arendt: "Von der Banalität des Bösen"
Dienstag, 17.07.2018, 9.30-11.00 h

Thema: B. Stangneth, "Böses Denken"
Dienstag, 14.08.2018, 9.30-11.00 h

Leitung: Dr. Judith Tech
ASZ Solln-Forstenried
Herterichstr. 58
81479 München 
Kosten: 5,80 Euro

Anmeldung unter: 089 / 75075470

Philosophisches Café im ASZ Obermenzing

Thema: Macht Tugend glücklich? In der Antike und im Mittelalter sah man in der Tugend die Voraussetzung für ein "gutes Leben". Kant brachte in der Neuzeit die Wende durch seine Betonung von Freiheit und Autonomie als Möglichkeitsbedingung der Moral.
Montag, 23. April 2018, 10.30-12.00

Thema: Die Annahme seiner selbst
Montag, 14. Mai 2018, 10.30-12.00

Thema: Gerechtigkeit
Montag, 26. Juni 2018, 10.30-12.00

Thema: Gelassenheit
Montag, 23. Juli 2018, 10.30-12.00

Thema: Leben als Versuch und Irrtum
Montag, 6. August 2018, 10.30-12.00

Leitung: Dr. Bernd Groth
ASZ Obermenzing
Packenreiterstr. 48
81247 München
Kosten: 6,50 Euro

Anmeldung unter:  089 / 89168170

Sokrates-Forum

Thema: Braucht der Mensch zum Menschsein Tugend?
Von der (biologischen) Hominisation zur (ethischen) Humanisation. Tugend als das Vermögen, seine Menschlichkeit unter Beweis zu stellen (vgl. André Comte-Sponville). Was ist das Gute für den Menschen?

Thema: Schicksal, Zufall, Glück 
Wie umgehen mit dem "Unverfügbaren" in der technikbeherrschten modernen Kultur? Verfügen ist das geheime Stichwort der Leonardo-Welt. Ermöglicht Gelassenheit (Bezeichnung für eine Einstellung zum Leben im Ganzen) einen rationalen Umgang mit dem Unverfügbaren?

Thema: Leben ohne Warum?
Gibt es ein letztes Warum für unser Leben? Was heißt "Sinn des Lebens"? Ist man krank, wenn man die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt (wie Freud meinte), oder wird man krank, wenn man sie nicht stellt (wie Frankl meinte)? Bedarf es zu einem gelungenen/gelingenden Leben einer Aufgabe?

Thema: Zwischen Gelassenheit und "Freitod"
Was ist bei einem Verlust aller unabdingbaren Lebensbedingungen? Gibt es ein Recht auf den "Freitod", wenn das bloße Am-Leben-Sein nicht mehr ausreicht? Wann ist das eigentlich der Fall?

Leitung: Dr. Bernd Groth und Dr. Judith Tech
Die Themen können einzeln (3-stündig) oder in 2er-Kombination (6-stündig) gewählt werden. 

ASZ Solln-Forstenried
Herterichstr. 58
81479 München
Kosten: 25,00 Euro (3-std.), 50,00 Euro (6-std.) 
Anmeldung: unter Kontakt

Philosophieren im Hospiz

Nehmen wir an, Philosophieren sei miteinander ins Gespräch kommen über Fragen, die unsere Existenz betreffen. Fragen nach dem Glück oder nach dem Ziel und Sinn des Lebens, des Leidens, des Todes. Was, wenn es aus der Perspektive der persönlichen Betroffenheit keine "objektiven" Antworten auf existenzielle Fragen geben kann? Würde ein Miteinander-ins-Gespräch-Kommen bedeutungslos? Womöglich nicht, wenn wir wie Hannah Arendt (in: Sokrates. Apologie der Pluralität) behaupten: "Und so wie niemand vorab die doxa des anderen kennen kann, kann auch niemand aus sich selbst und ohne weitere Anstrengung die Wahrheit wissen, die seine eigene Meinung birgt."

Ewige Ruhe?
Auf manchen Gräbern findet man auch heute noch die drei Buchstaben "R.I.P" (Requiescat in pace - er/sie ruhe in Frieden). Vom heiligen Augustinus stammt der Satz: "Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir, Gott." Die (ewige) Ruhe galt jahrhundertelang im (christlichen) Abendland als Ziel und Sinn des Menschen. 

Gilt das auch noch für uns heute? Und ist eigentlich das "ewige" Leben mit "ewiger" Ruhe identisch? Und was bedeutet eigentlich "Ewigkeit"?

Freitag, 9. März 2018, 16.00-18.00 

Leiden am Leben?
Kann man denn am Leben leiden? Sicherlich können wir an unseren körperlichen Gebrechen, Erkrankungen und Einschränkungen, denen wir im Laufe unseres Lebens ausgesetzt werden, leiden. Darüberhinaus leiden wir Menschen aber am Unversöhnlichen, wenn wir Probleme verschleppen und deren Lösung vermeiden. Oder wir leiden am Ungelebten, also an all den verpassten Möglichkeiten unseres Lebens. Sicherlich leiden wir auch an Leere, hinter der ein Mangel an Sinngebung und Orientierung stehen kann. Wie gehen wir mit diesen belastenden Seiten unseres Lebens um? Können wir uns geistig darauf einstellen, wie die antike Philosophie es annahm?

Freitag, 22. Juni 2018, 16.00-18.00 

Meditatio mortis - (Re-)formatio vitae
Lateinisch: Nachdenken über den Tod - Gestaltung bzw. Neugestaltung des Lebens
Welche Auswirkungen hat das Bedenken unserer Sterblichkeit auf unsere konkrete Lebensgestaltung? Es geht darum, das Wissen um unsere Sterblichkeit nicht zu verdrängen, sondern sich damit auseinanderzusetzen. Nach Sokrates hätte das eine kolossale Wirkung auf unser Leben. Wir müssten uns kritisch mit den Werten beschäftigen, die wir verfolgen. Worauf käme es dabei an?

Freitag, 7. Dezember 2018, 16.00-18.00 

 

Leitung: Dr. Bernd Groth und Dr. Judith Tech
Christophorus Hospiz
Institut für Bildung und Begegnung
Effnerstraße 93
81925 München

Kosten: Einzelne Veranstaltung 8,00 Euro (Mitglieder: 5,00 Euro); alle drei Veranstaltungen 20,00 Euro (Mitglieder: 12,00 Euro). Ehren- und Hauptamtliche des CHV frei.